Sheika Lubna zu Gast bei Schleswig-Holsteins Ministerpräsident
Dienstag, November 18th, 2008
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen empfing am 5. September die Außenhandelsministerin der Vereinigten Arabischen Emirate, Sheika Lubna bint Khaled Al Qasimi, in der Kieler Staatskanzlei.
Mit ihr sprach der Ministerpräsident über mögliche Geschäftsfelder für schleswig-holsteinische Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Ministerin ihrerseits machte das Interesse an Investitionen im nördlichsten Bundesland deutlich. Weiteres Thema waren die Angebote der Gesundheitswirtschaft Schleswig-Holsteins, wie z. B. die Behandlung von Patienten aus dem arabischen Raum.
Auf Einladung des Instituts für Weltwirtschaft und der Landesregierung war die Ministerin beim Global Economic Symposium in Plön zu Gast.
11. Deutsch-Arabisches Wirtschaftsforum - Partnerland Oman
Mit 800 Teilnehmern, etwa je zur Hälfte aus den arabischen Ländern und Deutschland, setzte das 11. Deutsch-Arabisches Wirtschaftsforum, das vom 25. bis 27. Juni unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Glos in Berlin stattfand, neue Maßstäbe.
Maßstäbe setzen auch die Wirtschaftzahlen: die deutschen Exporte in die arabische Region stiegen 2007 auf den bisherigen Höchststand von 23,3 Mrd. Euro. Sie überragen damit die Ausfuhren nach Südamerika oder in die ASEAN-Staaten.
Mit Oman präsentierte sich ein Musterfall nicht nur der bilateralen Beziehungen, sondern auch des innerarabischen Wirtschaftsbooms. Mit 6 bis 7 Prozent wächst jährlich das BIP des Golfstaats. Durch Vorzeigeprojekte, wie einem Methanolwerk der MAN Ferrostaal und mit der GUTECH, der von der RWTH Aachen initiierten German University, ist Deutschland an diesem Aufschwung beteiligt. Omans Minister für Handel und Industrie, Maqbool bin Ali bin Sultan, lobte das deutsche Engagement. Deregulierung, Privatisierung und Diversifikation sind die Stichwörter für den gegenwärtigen Erfolg der arabischen Volkswirtschaften. Sie investieren die hohen Öleinnahmen in Industrie, Bildung und Infrastruktur für die Zeit nach dem Öl und laden zugleich zu ausländischen Investitionen ein. Hierbei nehmen, wie Ghorfa-Präsident Dr. Thomas Bach mahnte, die Deutschen noch immer keine vorderen Plätze ein.
Weitere Schwerpunktthemen des Wirtschaftsforums waren die (unterschätzte) Rolle der Frauen in der arabischen Wirtschaft und die neuen Geschäftsmöglichkeiten im Irak, für die dessen Minister für Industrie und Bergbau, Fauzi al Hariri, warb.
Veranstalter des Wirtschaftsforums ist die Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry, zusammen mit dem Deutschen Industrie- und Handelammertag (DIHK) und der Generalunion der Arabischen Kammern für Handel, Industrie und Landwirtschaft.
Das 12. Deutsch-Arabische Wirtschaftforum wird in Berlin vom 24. bis 26. Juni 2009 stattfinden mit Syrien als Partnerland.
Investieren im Irak
Ministerpräsident Nouri Al-Maliki wirbt um die deutsche Industrie
Für Investitionen in seinem Land warb Iraks Ministerpräsident Nouri Al-Maliki bei seinem Staatsbesuch in Deutschland Ende Juli. Der protokollarisch höchstrangige Termin war sein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dem Ministerpräsidenten ging es aber auch darum, sich an Wirtschaftsvertreter direkt zu wenden. Zu Ihnen sprach er zum einen als Gast des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und zum anderen, am 22.Juli, bei der Ghorfa Arab German Chamber of Commerce and Industry. Mit Hinweis auf die verbesserte Sicherheitslage in seinem Land ermunterte er die auf Einladung der Ghorfa erschienenen 150 Repräsentanten aus Unternehmen und Verbänden, in den Irak zu kommen. Nach Diktatur und Krieg eröffne sich ein weites Betätigungsfeld. Eisenbahn- und Straßenbau, die Errichtung von Krankenhäusern, Elektrizitätswirtschaft und Automobilindustrie zählte Al-Maliki beispielhaft auf. Potenzial biete zudem die Ölwirtschaft, deren Infrastruktur gleichfalls Investitionen benötige. Irak verfügt über 10% der weltweiten Erdölreserven und liegt damit auf Platz drei.
Der Ministerpräsident wurde von einer 50-köpfigen Delegation begleitet, zu der etliche Minister gehörten.
Deutsch – Sudanesisches Wirtschaftsforum in Hamburg
Ausschließlich Vertreter der Südsudanesischen Regierung waren zum 7. Deutsch-Sudanesischen Wirtschaftsforum angereist, das der Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft am 20 Juni in der Handelskammer Hamburg veranstaltete. Seit dem Friedensabkommen von 2005 zwischen dem Norden und dem Süden des Landes steht dem Südsudan eine partielle Autonomie zu, über die endgültig 2011 in einem Referendum entschieden wird.
Die südsudanesische Regierung nutzte die Gelegenheit, für ihren Landesteil zu werben. Er hält Öl und große landwirtschaftliche Ressourcen bereit. Große Potenziale bieten sich in jedweder Hinsicht für Investitionen in die noch schwach entwickelte Infrastruktur. Auch im Bildungs- und Gesundheitswesen sind erhebliche Aufbauarbeiten erforderlich.
Aufgrund seiner Ölvorkommen verfügt der Sudan über recht gute staatliche Finanzressourcen. Deutsche Banken seien, so ein Finanzexperte, im Ausstellen von Sicherheiten zurückhaltender als ausländische.
Schwierigkeiten bereiten mitunter politische Faktoren, die auf europäischer Seite gern mit Wirtschaftsfragen verknüpft werden. Kleine und mittlere Unternehmen, die nur in wenigen kleinen Märkte vertreten sind, sind hier im Vorteil, da sie nicht weltweit verwoben und damit für Sanktionen, etwa der USA, weniger anfällig sind.
Vertreten war die südsudanesische Regierung u. a. durch die Minister für Wohnungsbau und öffentliche Versorgung, Martin O. Okerruk, für Finanzen und wirtschaftliche Planung, Kuol Athian Mawien, sowie den Generalsekretär der South Sudanese Investment Authority, Emmanuel Bol Kuanyin.