Wirtschaft
Freitag, 16. Dezember 2011
Im Mittleren Osten stehen die Emirate derzeit an der Spitze einer höchst dynamischen Bewegung in Kunst und Kultur. Junge Künstler nutzen die Palette kreativer Medien, "Artist in Residence" - Projektenehmen zu, Auktionen internationaler Auktionshäuser, Galerien und Stiftungen wachsen wie Pilze aus dem Boden, für Kuratoren eröffnen sich neue Betätigungsfelder,Kunstsammler und Sponsorenouten sich, Kunstmessen und Biennalen werden professioneller, und seit 2010 sind die Emirate mit einem eigenen Pavillon auf der Biennale in Venedig vertreten. Diesalles passt in die Strategie der Regierung,die im Rahmen von Institutionen und Ministerien selbst aktiv ist; vor allem sind da die Kulturbehörden in Abu Dhabi und Dubai zu nennen, mehr...
Kultur
Freitag, 16. Dezember 2011
Im vergangenen Jahr beging er seinen fünfzigsten Geburtstag. Zielstrebig und konsequent setzt er sich für die Förderung von Kunst und Kultur ein - und das bereits seit den 1980er Jahren, als sich so gut wie niemand in den arabischen Golfstaaten und im Mittleren Osten für moderne und zeitgenössische Kunst interessierte. Damals begann seine Neugier, arabische Kunst zu entdecken. Er besuchte Vorlesungen über Kunstgeschichte, die es immerhin an der Qatar University gab, und knüpfte Kontakte mit Künstlern auf seinen vielen Reisen in der Region. Seine in über 30 Jahren gesammelten Gemälde sind Ausdruck einer tiefen Sammelleidenschaft, die zu einer einzigartigen Sammlung von Werken arabischer Künstler heranwuchs, in der die einflussreichsten Künstler und kritische Kunstbewegungen vertreten sind. Das Außergewöhnliche an dieser Sammlung ist, dass sie die Kunstentwicklung der letzten 180 Jahre in der gesamten arabischen Welt widerspiegelt. Souveränität, Persönlichkeit und Intellekt beeindrucken seine Gesprächspartner. Herzlichkeit, mehr...
Tourismus
Freitag, 16. Dezember 2011
In Madinat Al Shamal angekommen, ist eine Mittagspause bei Reis mit Fisch oder Sandwich in einer der kleinen Cafeterias, die meist von Indern bewirtschaftet und besucht werden, dringend zu empfehlen, da auf der weiteren Fahrt bis Dukhan keinerlei Einkehrungsmöglichkeit besteht. Etwa fünf KIlometer südwestlich von Madinat Al Shamal beginnt ein interessantes Gebiet, in dem alte Fischerdörfer, Forts und die archäologisch wichtige Stadt Furayhah liegen. Drei Fischerdörfer, die in den 1970er Jahren verlassen wurden, liegen direkt an der Küste: sowohl in Al Jemail, Al Khuwair und Al Areesh sind noch so viele Häuser aus Korallenstein, Lehmmörtel und Gips wenigstens mit dem größten Teil der Außenmauern erhalten, dass man einen Eindruck von der Architektur bekommt. Die Anordnung der Sandwege ist oft schachbrettartig, und manche Häuser haben noch schöne steinerne Eingangstore, mit Lehmmörtel und Gips verputzt, die in die sie umgebenden Mauern integriert sind. mehr...
Politik
Interview mit Heiko Flottau,
langjähriger Kairo-Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung"
Donnerstag, den 31. März 2011
In der Zeit der Abbassiden-Dynastie zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert war Bagdad das Zentrum der Zivilisation. Nicht nur rühmte es sich einer entwickelten Infrastruktur, beispielsweise in der Wasserwirtschaft, wodurch eine prosperierende Landwirtschaft erblühte, es war auch das Handelszentrum zwischen Europa, Indien und China. Die Architektur blendete Besucher aus der gesamten Region. Musiker und Dichter zierten den Hof Harun al-Rashids (786 bis 809) und seiner Nachfolger und verbreiteten ihre künstlerischen Leistungen in der gesamten arabischen Welt bis hin nach Andalusien. Bagdads Bildungseinrichtungen, wie die Nizamiya (gegründet 1065) und die berühmte Mustansiriya aus dem 13. Jahrhundert mehr...
Diplomatisches Corps
Dienstag, 25. Januar 2011
Mit der Regierungsübernahme durch Sultan Qabus 1970 begann die Entwicklung des modernen Oman. Im November 2010 feierte das Sultanat den 40. Jahrestag dessen, was die Omanis ihre "Blessed Renaissance" nennen. Deutschland gehört zu den bedeutendsten Partnern Omans in Europa. ARAB FORUM sprach mit I. E. Dr. Zainab Ali Said Al-Qasmiah, Botschafterin des Sultanats Oman in Deutschland, über die bemerkenswerte Entwicklung und die Zukunft ihres Landes.mehr...
Europafenster
Dienstag, 25. Januar 2011
Während im Ersten Weltkrieg in Arabien auf deutscher Seite, die mit dem osmanischen Reich verbündet war, der Diplomat, Orientalist und Hobby-Archäologe Max von Oppenheim im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Generalstabs mit der von ihm initiierten "Nachrichtenstelle für den Orient" (NfO) propagandistisch agitierte, hieß sein Gegenspieler Thomas Edward Lawrence (1888 – 1935), der später als "Lawrence von Arabien" heroisiert wurde. Beide versuchten die arabischen Stämme auf die eigene Seite zu ziehen und gegen die andere einzusetzen.
Im Gegensatz zu Oppenheim wurde Lawrence zum Mythos, und zwar schon mehr...